Diagnostik an der Albatros Schule

Die Albatros-Schule unterrichtet Schülerinnen und Schüler in den Bildungsgängen der Allgemeinen Schule, im Bildungsgang Lernen und im Bildungsgang Geistige Entwicklung.

Schülerinnen und Schüler können zudem im Rahmen von intensivpädagogischen Maßnahmen beschult werden.

Die Beantragung zur Zuordnung der Gruppe der Schülerinnen und Schüler, die intensivpädagogisch gefördert werden, erfolgt dann, wenn ein erheblich über das übliche Maß hinausgehender sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf besteht.

Die Festschreibung der Bildungsgänge an der Albatros-Schule basiert auf einem, die komplette Schulzeit umfassenden, Diagnostikkonzept, das die optimale individuelle Förderung sichert.

Grundlage der Förderung zu Beginn der Schulzeit ist das Sonderpädagogische Gutachten, das vor Schulbeginn durch eine Sonderpädagogin, einen Sonderpädagogen erstellt wurde.

Im Verlauf der ersten sechs Wochen nach Schulbeginn erfolgt eine erste Leistungsdiagnostik zur Einteilung in Lerngruppen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten im Verlauf eines Schultages wechselnd im Klassenverband, bzw. in leistungshomogeneren Lerngruppen.

Die Diagnostik besteht grundsätzlich aus Beobachtungsverfahren und standardisierten Testverfahren, sowie den fachlichen Einschätzungen und Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen.

Im Rahmen der Primarstufe führen die Kolleginnen und Kollegen ein motorisches Beobachtungsverfahren zur Feststellung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten durch. Das Beobachtungsverfahren wird mit Hilfe und Unterstützung von Studentinnen und Studenten der Uni Bielefeld durchgeführt.

Am Ende der Schuleingangsphase wird der Bildungsgang festgeschrieben. Die Festschreibung erfolgt nach einer vorgegebenen Diagnostik, einem erläuternden Gespräch mit den Eltern und der Beantragung bei der zuständigen Schulaufsicht. Die Schulaufsicht schreibt den Bildungsgang offiziell fest.

Die Diagnostik zur Einteilung in Bildungsgänge umfasst, je nach Ausgangsvoraussetzung, einen Intelligenztest (SON-R 6-40), Leistungstests in Deutsch und Mathematik, Beschreibungen der kommunikativen und sprachlichen Kompetenzen, sowie Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten.

Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Lernen, bzw. im Bildungsgang der Allgemeinen Schule, nehmen in Klasse 3 und in Klasse 8 an den VERA Vergleichsarbeiten teil.

Am Ende von Klasse 3 bzw. am Anfang von Klasse 4 erfolgt die Leistungsdiagnostik auch vor dem Hintergrund eines Wechsels in das Gemeinsame Lernen.

In Klasse 6 wird der Bildungsgang erneut überprüft. Die Diagnostik erfolgt mit Hilfe der oben genannten Materialien.

Ab Klasse 8 erfolgen berufsvorbereitende Maßnahmen im Rahmen der NRW Landesinitiative KAOA (kein Abschluss ohne Anschluss). Schülerinnen und Schüler durchlaufen die Potentialanalyse, machen Betriebserkundungen und regelmäßige Berufspraktika.

Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Geistige Entwicklung, die eine sehr umfassende Körperbehinderung sowie eine Geistige Behinderung haben, werden u.a. mit Hilfe eines speziellen Beobachtungsverfahrens (Pädagogische Analyse und Curriculum der sozialen und persönlichen Entwicklung) beurteilt.

Das Verfahren ermöglicht die grafische Darstellung aller Entwicklungsbereiche und zeigt dadurch Entwicklungsfortschritte und Veränderungen auf. Die Kommunikationsentwicklung wird bei dieser Schülergruppe auch mit Hilfe der Einteilung der kommunikativen Kompetenzen nach Irene Leber beschrieben.