Organisatorische Konzeption

An der Albatros-Schule gibt es 2 organisatorische Modelle zur Förderung von Schülern und Schülerinnen mit intensivpädagogischem Förderbedarf.

  • Die Förderung in einer sogenannten M-Klasse (abgeleitet von „mehrfach behindert“)

Schülerinnen und Schüler mit intensivpädagogischen Förderbedarf bilden für sich eine „homogenere“ Klasse mit 6-7 Schülern, die auch aufgrund ihrer vorrangigen basalen Förderbedürfnisses eine eher ruhige, überschaubare Klassenatmosphäre und einen klar strukturierten Schonraum benötigen, um sich wohl und sicher zu fühlen und sich auf dieser Basis auf weitere Entwicklungsangebote einlassen zu können. Hier kann einfühlsam und ohne Zeitdruck auf ihre vielfältigen Besonderheiten hinsichtlich ihrer Konstitution, ihres Antriebs, ihres Temperaments und vieler anderer Persönlichkeitsmerkmale eingegangen werden.

  • Die Förderung in einer „durchmischten“ Klasse

Schülerinnen und Schüler mit intensivpädagogischem Förderbedarf werden gemeinsam mit weniger stark beeinträchtigten Schülern in einer Klasse unterrichtet. Das Verhältnis sollte 1: 3 sein, abhängig vom Schweregrad der Behinderung. Die gemischte Klassenzusammensetzung kann den M-Schülern ein stärkeres „Einbezogen-sein“ und „Angesprochen-werden“ durch die Mitschüler ermöglichen. Dieses setzt immer auch eine Belastbarkeit voraus, um von einer Lebendigkeit seiner Umgebung für die eigene Entwicklung profitieren zu können. Die M-Schüler sollen umfassend am Unterricht in ihrem Klassenverband bzw. in Kleingruppen teilhaben, zieldifferent gefördert werden und durch Beobachten lernen können.

Für jeden Schüler einer M-Klasse ist ein Wechsel in eine „durchmischte“ Klasse möglich und wird angestrebt, wenn es sinnvoll erscheint. Andererseits besteht für M-Schüler, die bereits in „durchmischten“ Klassen integriert sind, die Möglichkeit, bei Bedarf in eine M-Klasse zu wechseln oder zu bestimmten Zeiten am Unterricht der M-Klasse teilzunehmen.