Beratungsstelle Unterstützte Kommunikation und Assistive Technologien

Was ist Unterstützte Kommunikation (UK)?

Kinder und Jugendliche, die sich nicht über ihre eigene Lautsprache verständlich machen können, haben große Probleme am Leben in der Familie, Kindergarten oder Schule gleichberechtigt und aktiv teilzunehmen.

Bedürfnisse zu äußern, Fragen zu stellen, Antworten zu geben, Entscheidungen zu treffen, Gedanken zu äußern, Missverständnisse aufzuklären fällt schwer oder ist sogar unmöglich.

Diese Kinder brauchen elektronische Kommunikationshilfen, Symbole oder/und Gebärden. UK ermöglicht es ihnen, sich aktiver handelnd am schulischen Lernen beteiligen und damit oft einen höheren Lernerfolg erreichen, sich in ihrer Persönlichkeit weiter zu entfalten, selbstbestimmter über ihr Leben zu entscheiden und sich besser in unser gesellschaftliches Miteinander, das vorwiegend über die sprachliche interaktive Kommunikation bestimmt ist, zu integrieren.

Was sind Assistive Technologien (AT)?

Die Teilhabe am Unterricht ist auch für diejenigen Schüler erschwert, die nicht oder nicht schnell genug mit der Hand schreiben, Geodreieck und Lineal handhaben können oder andere Probleme haben, um gleichberechtigt und aktiv am Unterricht teilzunehmen. Z.T. fällt es ihnen schwer, die Standard-PC-Eingabegeräte wie Tastatur und Maus zu bedienen.

Alle diese Schüler benötigen spezielle Ansteuerungshilfen und Softwarelösungen, um den PC und andere elektr(on)ische Geräte selbstständig und effektiv nutzen zu können u.ä..

Wir bieten Beratung und Unterstützung

  • bei der Ermittlung des individuellen Hilfsmittelbedarf
  • bei der Auswahl und Beantragung von Hilfsmitteln
  • bei der Einrichtung des individuellen Arbeitsplatzes
  • bei der methodisch-didaktischen Umsetzung

Der Ablauf der Beratung sieht in der Regel so aus:

  • Kontaktaufnahme der Eltern/Einrichtung mit der Beratungsstelle über den AB oder Email (aufmerksam geworden durch Homepage der Schule, Flyer der Beratungsstelle, Beratungsstellenliste bei ISAAC, bisherige Kontakte in den Einrichtungen, ...)
  • Rückruf der Beraterin und erste Abklärung der Fragestellung
  • Senden von medizinischen und therapeutischen Berichte an die Beratungsstelle
  • Terminabsprache
  • 2-3-stündiger Beratungstermin in der Albatros-Schule oder im Elternhaus oder der Einrichtung des Kindes:
    • Abklärung der bisherigen Fördermaßnahmen
    • Vorstellung möglicher Komponenten des individuellen Kommunikationssystems für dieses Kind bzw. von Ansteuerungshilfen
    • Ggf. Ausprobieren von Ansteuerungs- oder Kommunikationshilfen
    • ggf. gemeinsames Erarbeiten einer möglichst optimalen individuellen Versorgung mit einem Hilfsmittel
    • Fixieren der nächsten Förderziele und –schritte für das Kind mit methodischen Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten
    • Absprache der Zuständigkeiten zwischen den beteiligten Bezugspersonen
    • Ggf. (Vor-)Formulieren des Antrages auf Kostenübernahme für ein Hilfsmittel an die Krankenkasse durch die besuchte Einrichtung/Eltern/Therapeuten
    • Hilfestellung und ggf. Ausformulieren des Antrages durch die Beratungsstelle
    • ggf. weitere Termine in den nächsten Monaten und Jahren, um didaktisch/methodische Hilfestellungen bei der Einführung und Förderung zu geben.

Die Beratung ist kostenlos.

Beraterinnen

Conny Pivit (Sonderschullehrerin und Diplompädagogin), Albatros-Schule Bielefeld und
Monika Hüning-Meier (Schule am Weserbogen, Bad Oeynhausen)
sind seit vielen Jahren im Bereich der Unterstützten Kommunikation tätig:

 
  • Kommunikationsförderung in der Schule
  • Beratungen im Bereich UK und AT
  • Mitarbeit bei ISAAC-Deutschland - Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation
  • und als autorisierte ISAAC-Referentinnen in Fort- und Ausbildung

 

Kontakt: 0521-40429492
beratung.uk-at@lwl-albatros-schule.de