Die Therapeutische Abteilung an der Albatros-Schule

An der Albatros-Schule, LWL-Förderschule mit dem Schwerpunkt Körperliche und motorische Entwicklung, Bielefeld hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe einen Therapeutischen Dienst eingerichtet. Dieser setzt sich zur Zeit aus fünf Ergotherapeutinnen, einem Ergotherapeuten, vier Physiotherapeutinnen und zwei Physiotherapeuten zusammen. Geleitet wird der Therapeutische Dienst von Frau Claudia Wruck, deren Stellvertreterin Frau Anna Steinkamp ist. Physiotherapie und Ergotherapie sind neben der Sonderpädagogik und der Pflege ein fester Bestandteil der Albatros- Schule. In Zusammenarbeit mit den Lehr- und Pflegekräften und den Eltern erfolgt eine ganzheitliche Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Die therapeutischen Behandlungen (in Einzel- und Gruppenbehandlung) dienen dazu, die körperliche und geistige Entwicklung sowie die Wahrnehmung der Schülerinnen und Schüler zu fördern und weiter zu entwickeln. In vielen Fällen wird hierdurch Lernen erst ermöglicht.

Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes ist das übergreifende Ziel der physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Behandlung die Verbesserung von Haltung, Bewegung und Wahrnehmung; im Gesamtzusammenhang so den Schülerinnen und Schülern Hilfen zur größtmöglichen Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit in ihrem Alltag anbieten zu können. Im interdisziplinären Team und in Zusammenarbeit mit den Eltern werden mit jedem Kind konkrete Förderziele vereinbart. Die Lebenssituation des einzelnen Schülers wird differenziert betrachtet, um die individuellen Bedürfnisse berücksichtigen zu können und daraus Angebote für funktionelle Alltagsaktivitäten entwickeln zu können. Diese können aus unterschiedlichen Bereichen kommen, wie z.B.: Unterricht, Verrichtungen des täglichen Lebens, Spiel oder handwerkliche Tätigkeiten.

Alle therapeutischen Maßnahmen setzten eine ärztliche Verordnung von den behandelnden Ärzten (Fachärzte und auch Kinderärzte) voraus, und werden mit den Krankenkassen abgerechnet. Ohne eine ärztliche Verordnung kann leider keine Therapie an der Schule stattfinden. Jeder Therapie liegt eine Befunderhebung zugrunde.

Die Therapie ist in den schulischen Tagesablauf integriert. Die Therapiestunden finden parallel zum Unterricht in den jeweiligen Therapieräumen statt. Der Therapieplan (Wochenplan) wird zwischen Lehrer/innen und Therapeut/innen abgestimmt.

Neben der therapeutischen Behandlung der Schülerinnen und Schüler nimmt der Therapeutische Dienst der Albatros- Schule folgende Aufgaben wahr:

  • Beratung und Unterstützung bei der Versorgung mit Hilfsmitteln (Rollstühle, Stehtrainer, Orthesen etc.) ,
  • Einführung , Beratung und Anleitung des pädagogischen und pflegerischen Personals bei der Nutzung der Hilfsmittel zur Lagerung, Kommunikation und motorischen Entwicklung,
  • Zusammenarbeit mit Ärzten und Krankenhäusern,
  • Zusammenarbeit mit Eltern (Eine Hospitation in der Therapie ist jederzeit nach Absprache nicht nur möglich, sondern erwünscht)

Link zum LWL- Schulen Therapie-Flyer und LWL- Schulen-Flyer: